Freiheit

05.02.2018

Das Thema Freiheit ist seit ca. 2500 Jahren in unserem Kulturkreis philosophisch wie theologisch in seinen vielen möglichen Aspekten dargestellt worden. Ich möchte einen Vorschlag zu diesem Thema schreiben, der nur als ein Zusatz zu den vorhandenen Meinungen gedacht ist. Dieser Zusatz soll nur an einem Aspekt als ein Modell für weitere Freiheitsdarstellungen vorgestellt werden.

Ich möchte neben den Ist – Beständen von Freiheit der Philosophen und Theologen, der Französischen Revolution, der US amerikanischen Festschreibung (Roosevelt, 1941) und der Allgemeinen Erklärung der Menschen-rechte (1948) die Freiheit als einen anobischen Prozess beschreiben.

Mein Grundgedanke ist:

DIE FREIHEIT VOLLZIEHT SICH ALS FREIHEIT MEINES FREIHEITLICHEN PROZESSES.

Zunächst jedoch etwas Etymologisches*

Unter dem Artikel der Wortgruppe „frei, Freiheit, freien“ wird auch die Wortgeschichte kurz umrissen: schützen, gern haben, lieben; geistig – seelische Freiheit; freimachen, befreien, verdientes Vorrecht. Dieser Abriss soll genügen, um Kapital für das Thema Freiheit im anobischen Kontext herauszuschlagen.

Zusammenfassend: Was habe ich an mir gern, um meine geistig – seelische Freiheit zu vollziehen? Wieweit nehme ich mein Vorrecht in Anspruch, von dem ich ausgehen kann, dass es meiner Lebensführung und –ziel dient?

An dem Thema Autorität und Freiheit möchte ich einen beobachteten indivi-duellen Prozess nachzeichnen.

In ihrem persönlichen Autoritätskontext vollzog die beobachtete Person eher ein

nach aussen Untergeordnetsein mit komplettem Gehorsam, was die Autoritäten

erfreute (Kairos – Skala 2). Jedoch schlummerte ein diffuses Gefühl der geistig – seelischen Überfremdung (Kairos – Skala 3). Der Kairos – Durchschnittswert betrug 2,5; also voll im Autoritätskontext verhaftet, aber mit einer Tendenz, hier herauszumüssen. Der eigene Zuspruch, ein Recht zu haben, dieses verschwommene Gefühl in eine manifest werdende Abnabelung zu überführen (Kairos – Skala 4), in dem der Freiheitsprozess zu einer Ich- Werdung gestaltet werden kann, lag schon auf der Zielgeraden (Kairos – Skala 4,8). Schließlich konnte der Prozess nach außen und innen gelebt und abgeschlossen werden (Kairos – Skala 6). Von der Abnabelung bis zum Abschluss der Entwicklung hatte der Prozess einen Durchschnittswert von 4,93; also eine erfreuliche Entwicklung, von der eine stabile Freiheitspraxis in Permanenz zu erwarten war.

 

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*Literatur DUDEN – Das Herkunftswörterbuch, Band 7, 4. Auflage, 2006

Barmherzigkeit

01.01.2018

Das Thema kann auch Nächstenliebe oder Mitmenschlichkeit genannt werden.

 

BERT BRECHT hat sein Bühnenstück DER GUTE MENSCH VON SEZUAN  marxistisch interpretiert. Er forderte jedoch den Zuschauer auf, zu einem eigenständigen Schluss zu kommen. Ich nehme sein aufforderndes Angebot an und erweitere es.

Ich versuche, den Kern des Bühnenstücks zu isolieren und anobisch aufzu-bereiten; der ist:

 

SHEN TE MUSSTE MEHRERE MALE SHUI TA WERDEN, UM IMMER MAL WIEDER SHEN TE SEIN ZU KÖNNEN:

 

Dieser Grundsatz berührt das noch offene Problem der Grenzziehung zwischen beiden Zentralfiguren. Sie handeln in Personalunion.

Der Spannungsbogen der Intentionanalitätseinheit reicht von 1 bis 6. Hier dürfte eine ambivalente Struktur vorliegen. Diese ambivalente Konstruktion bringt es jedoch auf den Punkt, nämlich die beiden antagonistischen Zentralfiguren in Personalunion zusammenzuführen.

Nebenbemerkung: Ob es sich hier um eine Ambivalenz handelt, mag ich derzeit nicht zu entscheiden.

 

Das Universal Weltgestaltung listet die Extreme Absolutismus und deckungs-gleiches Füreinander auf. Für den Interpretationsvorschlag könnte eher statt Absolutismus absolut richtiges ökonomisches Handeln verstanden werden.

Barmherzigkeit liegt trotz göttlichen Gebots in der menschlichen Gesellschaft zwischen Anspruch und Machbarkeit, Erwartung und Rücklauf der Empfänger.

Zwischen beiden Extremen pendelt fast jeder, egal ob er indirekt beruflich – standardisiert oder direkt frei, offen oder spontan sich der Barmherzigkeit zu-wendet. Wer sich entsprechend engagiert bzw. als Beitragszahler der Sozialge-meinschaft pflichtgemäss einbringen muss oder im Kollegenverband ent-sprechend dem Dreischritt Teamspirit – Teamwork – Teamintegrität arbeitet oder als Empfänger der Barmherzigkeit fungiert, erreicht diesen antagonis-tischen Punkt, der auch in einem weitgespannten Koordinatenstern liegen kann. Dieser Punkt ist stets in einen Spannungsbogen integriert.

 

Die Struktur eines Antagonismus mit einem eventuellen Ausgleich in sich ist allerdings utopisch. Der Gestaltene Gestalter ist eigenverantwortlich in dieser permanenten Diskussion gefordert.

 

Also wie entscheidet er sich? Welchem Extrem nähert er sich an oder pendelt zwischen beiden Extremen hin und her? – Es ist die Antwort des eigenen Wertestandortes.

Identität von Anobisität und Gottesbild?

02.11.2017

Wieweit kommt der grundlegende Begriff Anobisität einem theistischen Gottesbild näher bzw. wie unterschiedlich sind beide? Während des Schreibens der vorangehenden 61 Texte hatte ich oft das Gefühl, einen säkularen Gottesbegriff aufzubauen. Wie sieht nun diese gefühlte Nähe tatsächlich aus?

Der Begriff Anobisität ist zunächst eine Abstraktion, resultierend aus der meditativen Arbeit des Urbewusstseins; d.h. seine tiefste Schicht bringt die Ambivalenzen hervor, die rational verschieden gefasst werden können. Religionen entwerfen ihre Gottes-bilder, während die säkulare Arbeit den Begriff Anobisität in Anlehnung an den theologischen Begriff Aseität kreiert hat. Denn die meditative Arbeit verbunden mit der rationalen sah zunächst in vielen Aspekten zwischen dem abstrahierten Terminus Anobisität und einem theistischen Gottesbild keinen differenzierten Unterschied.

Anobisität inclusive der doppelten Bedeutung „cum gleich mit“ entsprach ebenfalls einem theistischen Gottesbegriff, der in dem theologischen Terminus Aseität gipfelt.

Diese Nähe beider Denkmuster musste nach den beiden Textsequenzen I und II genauer betrachtet werden: Anobisität als Sachbegriff trifft auf einen personalisierten Gottesbegriff theistischer Art. Hier liegt bei aller Deckungsgleichheit und Überlappung auch der gravierende Unterschied.

 

In den drei folgenden Abschnitten versuche ich, ein theistisches Gottesbild zu skizzieren. Die einzelnen Zuschreibungen stellen eine Auswahl dar.

 

Zunächst in anthropomorphen Kategorien, die im Vergleich zu dem Gestaltenen Gestalter hypostasiert werden: Mensch kennt viele Lebensweisheiten – Gott besitzt die absolute Weisheit, mächtig – allmächtig, wissend – allwissend, Kenntnis des Lebensweges – verborgene Lebensführung, irdischer Vater – himmlischer Vater, Beter – Gebetserhörer, Mensch ist fragil – Vollkommenheit, der Mensch ist stets irgendwo anwesend – Gott ist allgegenwätig; absolutes Gutsein, Versöhnungsbereitschaft und Barmherzigkeit bei Reue, ewige Liebe zu allen Menschen trotz aller ihrer Unterschiede. Der theistische Gott wird als Person gedacht. In der christlichen Dogmatik wird von der Inkarnation, der Menschwerdung Gottes, gesprochen.

 

Hoheitstitel können theistischen Göttern zugeschrieben werden: der Höchste, der Ewige, der Weltenschöpfer; bedeutungsvolle Aspekte: die absolute Sinnmitte, die letztgültige Bezugsgrösse. Gott befindet sich ausserhalb der Beweisbarkeit, in der Transzendenz. Deshalb gilt: Der Gestaltene Gestalter könnte mit einem empirischen Nachweis diesen Gott manipulieren. Damit wäre die Göttlichkeit Gottes, seine absolute Freiheit, aufgehoben.

 

Die abstrakten Termini Bezugsgröße und Sinnmitte sprechen direkt von einer personalen Beziehung des Gestaltenen Gestalter zu seinem theistischen Gott, sodass zwischen dem Willen Gottes und dem Handeln und Denken des Gläubigen eine Identität besteht, um die Welt nach Gottes Plan zu steuern.

Dagegen unterscheidet sich der bisherige Entwurf der Anobisität. Die Anobisität ist zunächst ein abstrakter und ein Sachbegriff, der als Inhalt und Methode anthropo-logische wie anthropomorphe und ganz besonders theistische o.g. Zuschreibungen ausschließt. Sein Bereich zeigt einen Ablauf zwischen zwei oder auch mehreren Elementen an, die durch ihre gegenseitige latente Ausrichtung und Ansaugfähigkeit einen Zusammenhang manifestiert haben, der im Kleinen wie im Großen alles inner- und außerhalb des Sichtbaren, das war, ist und sein wird, anobisch zuhanden ist. Dieser Zusammenhang bildet das intakte Universum. Die Zugehörigkeit zur Anobisität ist seine funktionsfähige Basis. Die Anobisität läuft also allumfassend, lokal wie temporal permanent ab. Der Entwurf der Anobistät geht also grundsätzlich über ein theistisches Gottesbild mit seinem Absolutheitsanspruch hinaus.

 

Ein anobischer Ablauf kann auch seine personale Komponente haben. In ihm gibt es auch sowohl ein innerpersonales als auch ein zwischenmenschliches Procedere. Jedoch sind anthropologische wie anthropomorphe Bezeichnungen für die Anobisität fehlplatziert und würden diesen als Sachbegriff einschränken bzw. aufheben. Ein anobisches Produkt zwischen zwei technischen Elementen wäre ein absurder Aspekt innerhalb eines theistischen Götterentwurfs.

 

Die Anobisität als göttliche Person gedacht, würde als blasphemisch abgelehnt werden. Auch eine Inkarnation, eine Menschwerdung der Anobisität, würde das universale Schöpfungsprodukt eines theistischen Gottes zerstören bzw. technische und wissenschaftliche Ergebnisse sowie kulturelle und zivilisatorische Entwicklungen würden vergöttlicht werden.

 

Jeder Vorgang kann anobisch gefasst werden. Die Anobisität ist allumfassend und allgegenwärtig und nur immanent. Alles und alle sind in die Anobisität involviert; ein Aussteigen utopisch. (Jedoch Anhänger eines theistischen Gottes können von ihm abfallen.) Die Anobisität ist die Basis des Universums. Mit diesem Zusammenhang ist das Universum erst existenz- und funktionsfähig.

 

Ein Vergleich der Anobisität mit der Aseität bleibt ausgeschlossen. Der Terminus Aseität im ersten Text der Sequenz I war ein Anreiz, um den Basisbegriff der Texte zu formulieren. Die Anobisität kann eher mit der Allgegenwärtigkeit verglichen werden. Die Anobisität ist als Dynamik für das Zustandekommen eines Produktes zweier oder mehrere Elemente gedacht. Die Anobisität ist allgegenwärtiger als ein theistischer Gott zu sein vermag, der eine Apostasie seiner Anhänger befürchten muss.

 

Die Anobisität erfasst nur das dynamische Produzieren; der Anfang ist gesetzt. Die Sichtbarkeit des Lebensgeheimnisses des Zusammenhangs fehlt noch.

Der Koran – anobisch gefasst

01.07.2017

1. Benützte Literatur

Der Koran; Aus dem Arabischen übersetzt von Max Henning; Philipp Reclam jun. Stuttgart 1960

 

2. Voraussetzung

Das anobische Denk- und Interpretationsmodell ist universell und damit auch Zeit- und Kulturübergreifend.                                                                                                                                              

3. Ausschluss

Allgemein Bekanntes über den Koran wie seine historische Entwicklung, die zunächst lockere und spätere feste Sammlung der einzelnen Suren und deren Endredaktion der Ordnung (ab Sure 2) von längster bis kürzester Sure wird vorausgesetzt.

4. Die Interpretationsmethoden

der vergleichenden Religionswissenschaft wie der historisch-kritischen Exegese (Text-, Literar- und Formkritik und Redaktionsgeschichte) bleiben aussen vor. Sie sind hinlänglich bekannt.

5. Massstab

bildet ausschliesslich das o.g. anobische Modell. Der Leser kann nur mit Kenntnissen der anobischen Basisinhalten und Methodensequenz diese Interpretation adäquat beurteilen.

6. Das Procedere

der Auswahl der Suren ist wie folgt geschehen: Nach Goethescher Manier wurden blind die Suren ausgesucht. Von den 114 Suren wurden 10% – also 11 Suren (lange, mittellange, kurze) – anobisch gefasst. Das Ergebnis dieser Untersuchung bezieht sich ausschliesslich nur auf die unter 07. genannten Suren.

7. Die betrachteten Suren: a. nach der koranischen Anordnung 5, 10, 14, 22, 33, 47, 50, 54, 67, 75 und 76 (8 in Mekka; 3 in Medina); b. die blind ausgewählten Suren der Reihe nach: 14, 50, 54, 5, 33, 22, 76, 10, 67, 75 und 47.

8. Vorläufige anobische Bestimmung der Suren

Ich habe die kufische Verszählung der Suren übernommen.                                    

Sure 14: mit 52 Versen nach der Kairos-Skala

76 Punkte durch 31 Bestimmungen = 2,5 auf der Kairos-Skala; Spannungsbogen: 1 – 6;

1. Sure 50 mit 45 Versen: 98:25=3,92; Spannungsbogen: 2 – 6;

2. Sure 54 mit 55 Versen: 15:6=2,5; Spannungsbogen: 1 – 6;

3. Sure 5 mit 120 Versen: 101:33=3,1; Spannungsbogen: 1 – 6;

4. Sure 33 mit 73 Versen: 84,3:26=3,24; Spannungsbogen: 1 – 5;

5. Sure 22 mit78 Versen: 18:6=3; Spannungsbogen: 1 – 6;

6. Sure 76 mit 31 Versen: 4:1=4; Spannungsbogen: 2 – 5;

7. Sure 10 mit 109 Versen: 48:16=3; Spannungsbogen: 1 – 6;

8. Sure 67 mit 30 Versen: 22:6=3,7; Spannungsbogen: 1 – 6;                                                               S

9. Sure 75 mit 40 Versen: die gesamte Sure hat auf der Kairos-Skala den Punktwert 3; Spannungsbogen punktuell 3;

10. Sure 47 mit 38 Versen: 72,5:23=3,2; Spannungsbogen: 1 -6.

Zusammenfassung:                                                                                                                       

a. Kairos-Skala: 671:174=3,9;                                                                                                                     

 b. Spannungsbogen 1 – 6=7x; 1 – 5=1x; 2 – 6=1x; 2 – 5=1x;                                       

 Spannungsbogen der Sure 75 konnte auf den Punkt 3 gebracht werden                                  

 

9. Anobische Interpretation

a. Anobisität                              

Die Anobisität in ihrer Wesenseinheit von Inhalt und Methode ist ein immanentes Denk- und Arbeitsmodell, das in seiner Konsequenz alle Teile inner- und außerhalb des Sichtbaren zu erfassen vermag. Die Leistungsfähigkeit der Anobisität spannt sich von negativer Negation bis zur positiven Position. Die folgenden beiden Aspekte bergen in sich einerseits „cum = mit“ heißt eine gemeinsame Basis von Ich und Du und andererseits „cum = mit“ ein gegeneinander gerichtetes Konfliktpotenzial zwischen Ich und Du.

b. Universalien                                                                                                                            

Der Koran bzw. die anobisch erfassten Suren können in das 8. Universal Kulturgebundenheit eingeordnet werden. Der Koran bietet eine vierfache Stufenvermittlung der Suren an: Allah (nur in 3. Pers. Sing.) – Engel Gabriel – Adressat Mohamed (5;99a) – anonyme Endadressaten, die Gruppe der Gläubigen und der Islamverweigerer. Die erste und letzte Stufe sind als indirekte Ausgangs- und Endpunkte genannt, während die beiden mittleren direkt und namentlich erfassbar aufgeführt sind. Die Göttlichkeit Gottes in Allah wird streng monotheistisch und damit in hoher absoluter Qualität ausgedrückt. Die genannten Suren neigen dann auch konsequenterweise zu dem Extrem Dogmatismus, zu einer absoluten Richtigkeit. Dieses Extrem in seinen Anweisungen wird intensiv detailliert dargestellt, während der Gewinn für die gehorsamen Gläubigen eher formal und auch entsprechend wiederholt beschrieben wird.

c. Im Schluss der Universalien                                                                                                

werden vier Stufen vorgestellt, auf denen die ausgewählten Suren basieren: von negativer Negation über positiver Negation und negativer Position bis positiver Position. Das ist breiteste Bandbreite, die es überhaupt im gesamten Universum gibt.                                                                               

d. Das Verhältnis Imperativ – Indikativ                                                                                                    

Ich habe es unterlassen, die Anzahl der Imperative und der Indikative einander gegen überzustellen. Aber das Zwischenergebnis aus dem Punkt 09.b. kann hinsichtlich des Verhältnisses nur ein überwiegender Anteil der Imperative im Vergleich zu den geringeren Indikativen sein. Aber: Vor jeder Sure wird auf Allahs Erbarmen und seine Barmherzigkeit (Basmala) hingewiesen. Ausserdem wird seine Allwissenheit in den Suren wiederholt genannt. Jedoch werden diesen Indikativen oft Imperative verbindlich vorausgesetzt. Durch die hohe Anzahl der Imperative wird dieser Aussagestrang stärker gewichtet.                                                                                        

e. Kairos-Skala                                                                                                                     

Diese sechs-stufige Skala erfasst von Stufe 1 bis 6 über die Stufen 2 bis 5 alle möglichen Verhaltens-, Einstellungs-, Denk- und Erlebensweisen des Gestaltenen Gestalters. Fast alle o.g. Suren belegen mit ihren Aussagen alle Stufen dieser Skala. Diese Art des Denkens, Erlebens, Verhaltens und der Einstellung wird von den geoffenbarten Aussagen des Engels Gabriels an Mohamed im Auftrag Allahs erfasst. Es gibt offenbar zwischen den vier Instanzen (s. Punkt 09.b.) eine gewünschte Identität. Der Gesamtpunktwert der untersuchten Suren ist auf der Kairos-Skala mit 3,9 errechnet worden (s. Punkt 08.). D.h.: Die Diskrepanzen zwischen den gehorsamen Moslems und den, die den Islam ablehnen, sind deutlich und stehen außerhalb der Zufriedenseins der beiden Gruppen. Diese Diskrepanzen werden gefühlsmäßig erahnt bzw. auf der Schwelle zum Bewusstsein erlebt. Jedoch eine starke Tendenz zu der Stufe 4 wird mit der 9 hinter dem Komma erkennbar, aber mit einer Blockade unterbunden.

f. Verhältnis von Quantität zu Qualität und Qualität zu Quantität                      

Die betrachteten Suren haben ein fast identisches Verhältnis in Qualität und Quantität. Sie bilden eine fast geschlossene anobische Identiät. Der Gesamtkairoswert von 3,9 zeigt eine noch ausstehende Zufriedenheit mit einer starken Tendenz zu dem Kairoswert 4, d.h. Methoden und Handlungsanweisungen, um eine Zufriedenheit zwischen Ich und Du (s. Punkt 09.a.) herzustellen, sind wünschenswert, jedoch fehlen sie basistisch.

g. Intentionalitätseinheit                                                                                         

Der Gesamtspannungsbogen zeigt eine gut ausgebildete Ambivalenz, die auch auf Allah zugeschnitten ist (Sure 5; 98). Im Operationsfeld Gottes agieren, heißt also einerseits Unterdrückung, Eliminierung (Verweigerung des Frieden für die, die den Islam ablehnen jedoch unter einer bestimmten Bedingung; Sure 47; 34 und 35; Höllenpfuhl) auszuüben und andererseits in Hoffnung auf die in Aussicht gestellte Paradiesbelohnung zu leben. Bewusstseinsaufbau, Denken und Handlungen unterliegen allen menschlichen Möglichkeiten.

h. In dem Bereich der Immanenten Dialektik verbleiben die Aussagen der Suren zunächst mehrheitlich auf der Stufe b.; es gibt eine Gegenüberstellung zweier Kontrahenten. Jedoch finden sich deutliche Aussagen zu Stufe a., a.minus wie c.plus . Stufe a. und a.minus ist für die, die den Islam ablehnen, vorgesehen, während auf der Stufe c.plus den gehorsamen Erfüllern der göttlichen Anweisungen eine Hoffnung aufgebaut wird. Die Verse der Suren haben offenbar nur die damals bekannten Gruppen im Blick.

10. Schlusswort

Die vorstehende Interpretation hat sich bemüht, die vielen anobischen Aspekte der besprochenen Suren darzustellen. Das anobische Modell besitzt also auch die Leistungsfähigkeit, ein Angebot mit extremen Diskrepanzen wie mit gut ausgebildeten Ambivalenzen erfassen zu können.

Nachwort

Das anobische Interpretationsmodell sieht eine Autor-Leser-Mitarbeit vor. Auf dieser Basis kann jeder die vorstehende Interpretation erweitern bzw. korrigieren.

 

 

 

Die Ambivalenz der Anobisität
als Abstraktum und Konkretum

01.06.2017

 

  1. Die Anobisität isoliert betrachtet ist inexistent. Sie kommt nur als inhaltliche und methodische Wirkungskraft in den Konkreta zur Geltung.
  2. In den ca. 10.000 Meditationen der fünfzehnjährigen meditativen Arbeit zeigte sich stets in den ambivalenten Kontreta ein Gleiches, das als das Abstraktum „Anobisität“ verbal gefasst werde konnte. D.h., in dem jeweiligen ambivalenten Konkretum zeigte sich auch die als Abstraktum verbalisierte Anobisität ab.
  3. Was kann dieses meditative Ergebnis hinsichtlich des Universalienstreits bedeuten? Ausgehend von Platon und Aristoteles beschäftigte dieser mittelalterliche Philosophenstreit die Realisten und ihre Gegner, die Nominalisten. Beide Richtungen stritten um den „Sitz im Leben der Pluralitäten“, der entweder in den Ideen oder in den Konkreta, d.h. in der Transzendenz oder in der Immanenz, verwurzelt sei. Dieser Streit beschäftigt auch noch die Gegenwart. In den o.g. Meditationen war nur ein Abstraktum erkennbar, das in den Ambivalenzen der Konkreta vorhanden war. D.h., dass auch das eine Abstraktum innerhalb der Konkreta verteilt und damit selbst zu den Konkreta ambivalent war. Abstrakta waren meditativ ausgeschlossen. Aber: Konkreta und Abstraktum bildeten zueinander eine Ambivalenz.
  4. Das Universum als etwas Zusammenhängendes im Abstraktum und in den Konkreta ist in der tiefsten Gefühlsschicht nachweisbar und erlebbar gewesen.

Die Intentionalitätseinheit der Anobisität als Inhalt und Methode

01.05.2017
  1. In der Intentionalitätseinheit verbirgt sich ein Korrektivangebot, wenn der Spannungsbogen außerhalb der Null steht. Die Differenzberechnung verdeutlicht, wie stark die Korrektur eines Themas sein muss, um wenigstens auf der Linie gegen Null gebracht werden muss bzw. kann. – Dieses Korrektivangebot kann zwar auch in den anderen Methoden der anobischen Methodensequenz erhoben werden, jedoch in der Intentionalitätseinheit ist es augenfälliger.
  2. Die Intentionalitätseinheit zeigt den Zusammenhalt des Universums als größter nachgewiesener und eines Gens als eventueller kleinster Einheit an. Von diesem Zusammenhalt leben die an- und organische Natur wie auch die kulturellen – zivilisatorischen Einheiten. Diesem Zusammenhalt trägt der Begriff Intentionalitätseinheit Rechnung. – Die Eliminierung des Zusammenhalts habe ich lieber der Immanenten Dialektik zugeordnet, um das Grösste, was das Universum zu bieten hat, seinen Zusammenhalt begrifflich integer zu halten.
  3. Theoretisch gesehen: Die Anobisität an sich hat einen Spannungsbogen Null. Ein Hin- und Herschliessen ihrer als Inhalt und Methode ist zirkulär. Von ihr als Inhalt kann auf die anobische Methodensequenz und von dieser auf sie als Inhalt geschlossen werden. Innerhalb der Anobisität können die thematischen Erfassungen einen Spannungsbogen 1 bis 6 zeigen.
  4. In linearen Denk- und Handlungsmodellen können Methoden und Inhalte auseinanderfallen. Methoden vertragen verschiedene Inhalte und Inhalte unterschiedliche Methoden. Die Naturwissenschaften und die technologischen Entwicklungen mit ihren großen, weitreichenden und uns tragenden Ergebnissen stehen jedoch letztendlich ausschließlich auf dem anobischen Denk- und Handlungsmodell.

Das Hohelied der Anobisität

02.03.2017

Die Anobisität in der Ich-Form

Ich bin einfach da,

ihr sucht mich vergebens.

Ich bin ausserhalb jeder Lebensform,

ich halte alles zusammen.

Greift ihr nach mir,

fasst ihr ins Leere.

Ich setze mich ständig in Szene,

aber ich bin immer ausserhalb des Sichtbaren.

Ich bin frei von allem,

an alle bin ich gebunden.

Ich bin die Urkraft für alles,

mit mir stirbt und lebt alles.

Ich bin mir selbst mein Grund,

seit jeher meine eigene Ursache.

Ich bin der Anfang und das Ende,

die Dynamik und die Zukunft.

Ich bin an allen Orten,

zu jeglicher Zeit verfügbar.

Ich bin die Zeit,

der Kairos und der Chronos zugleich.

Ich beweise mich selbst,

ich helfe mir selbst.

Ich beweise mich ständig aufs Neue,

alles weist auf mich hin.

 Ich arbeite an einer Vorhandenheit,

gestalte sie zu meiner Zuhandenheit.

Ich bin nur ein Einfaches,

aber ein wirkungsvolles Etwas.

Ich bin fehlerfrei

und leiste gute und präzise Arbeit.

Ich bin das Sein,

ich habe meine Regeln,

die aus mir selber kommen

zugunsten aller.

Nur mit mir geschah,

ist und wird etwas.

Ich zeige mein Gefüge,

ich lasse mich erkennen;

wir benennen dich.

 

* * * * * * *

 

Das Hohelied der Anobisität ist ein Postulat und schließt die Bemühungen der Kosmologen und Astrophysiker ein.

Die differenzierte Kausalität seit Aristoteles und ihre weit überdurchschnittliche Erfolgsgeschichte hat noch die kosmologische Aufgabe, die Vorhandenheit als des Ursprungs des Universums aufzudecken. Aber schon ihr formales Begriffspaar Ursache – Wirkung ist anobisch, ebenso Hypothese und Experiment.

Die säkulare Mystik ist ein kompakter statt analytischer Denk- und Arbeitsvorgang. Theologie, Religionsforschung, Philosophie fragen nach der Weltschöpfung oder Weltentstehungsvorgängen.

Die Anobisität einschließlich ihrer Objekte sind einfach da. Ihre Struktur liegt um und in uns.

Die mögliche Selbsteliminierung nimmt das platonisch gedachte relative Nichts (me on) einfach mit sich. Das absolute Nichts (ouk on) – wen kümmert`s?

Eine Betrachtung
des Betrachters seiner selbst

01.01.2017

Meine Annahme der aufgenommenen Welt setzt gleichzeitig aus sich selbst eine viel zielgerichtete Aufgabe zunächst mit meiner Konzeption, später postnatal stufenweis ur- und bewusst in Gang.

Die Kairos-Stufen, die Intentionalitätseinheit und die Immanente Dialektik differenzieren diesen Vorgang, der in freier Auswahl nur dem Betrachter zukommt.

In der Annahme der Aufgenommenen vollzieht sich meine persönliche Anobisität par excellence.

Die Aufgabe setzt per se die Aufgenommene in eine sich steigernde oder fallende Bewältigungsstrategie.

Das in extenso weite Feld der Aufgenommenen vom Beginn des Urknalls über die kosmologische Entwicklung, die Evolution und den zivilisatorisch – kulturellen Kontext zum Gestaltetwordensein des Betrachters vollzieht sich dessen lebenslange Aufgabe bis zur Bewältigung seines Sterbeaktes.

Die Annahme der Aufgenommenen und die Aufgabe der Aufgenommenen setzt die Anobisität grundsetzlich anobisch fest.

Diese Annobisität widerspricht dem Hineingeworfensein in diese Welt. Die Annahme der Aufgenommenen bedeutet für den Betrachter die Aufnahme in seine Heimat.

In Extremsituationen kann der Betrachter nur noch sein individuelles Aufgenommenes als Aufgabe sehen.

 

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Der Begriff Anobisität ist der abstrakteste und zugleich der konkreteste überhaupt, weil immerwährende und damit alle Vorgänge entsprechend anobisch ablaufen. Dieser beinhaltet selbst die absolute Integrität und ist damit umfassender als jeglicher herkömmlicher Gott.

Denn als metaphysischer bzw. transzendenter Gott ist dieser durch Abfall und anderer Orientierung ehemaliger Anhänger angreif- und verletztbar. Derartige Vorgänge sind historisch vielfach nachweisbar.

Jedoch Gott als Begriff bzw. als gottesbildliches Produkt gibt es nur in der Projektion, die an sich anobisch ist. Somit kann er anobisch eingegliedert seine ihm entsprechende Wirkung entfalten.

Die Anobisität jedoch bleibt frei von göttlichen Qualitäten transzendental wie metaphysisch, da sie an sich ja nur gedacht ist. Sie manifestiert sich ausschließlich in immanenten Vorgängen.

Dennoch kann ihr Hoheslied angestimmt werden.

Es wird also immer deutlicher: Das Sein bildet sich in Permanenz konkret in jedem anobischen Vorgang und hebt sich auch mit diesem selber auf. Diese konkreten Vorgänge halten das universale Anobisitätsnetzwerk zusammen. Das konkrete Sein ist somit gleichzeitig universell.

Zusammengeballt heisst das: Dass es ein Sein gibt, das das Was anobisch einfach zeigt . Vom DASS zum WAS, vom WAS zu DASS.

Da die Quelle der Energiemenge vor dem Urknall noch im Dunkeln liegt, kann spekulativ vorläufig gesagt werden, dass diese auch in ihrer  anobischen Beschaffenheit vorhanden war.

                                                                                                              

Mystische Arbeit

01.12.2016

Mystische  Arbeit

ist eine Übersetzungstätigkeit, die das ambivalente Bildmaterial der Meditationen in das säkulare Denken und in die entsprechende Sprache der Gegenwart transferiert. Auf der Basis der Vortexte können vier hermeneutische Zirkelläufe herausgearbeitet werden.

Erster Zirkel                                                                                                                                          

1. Das ambivalente Bildmaterial des Urbewusstseins wird 2. nach den Meditationen schriftlich deskribiert aufgenommen und bei einer Materialfülle thematisch systematisiert; ein Karteikasten wird angelegt. 3. Das thematische Meditationsmaterial wird interpretierend einer Abstraktion zugeführt. Es bilden sich jeweils verschiedene Abstrakta.

Zweiter Zirkel                                                                                                                                           

1. Diese Abstrakta selbst werden systematisiert und 2. auf einen einzigen Begriff – nämlich Anobisität – gebracht. 3. Alle Texte werden auf der Basis des Hauptbegriffs Anobisität formuliert.

Dritter Zirkel                                                                                                                                                     

1. Der Basisbegriff wird für 2. genützt, geschriebene Texte zu qualifizieren. 3. Diese werden zur möglichen weiteren Bearbeitung vorgestellt.

Vierter Zirkel                                                                                                                                            

1. Neue Themen werden 2. anobisch aufbereitet und 3. dem Leser zur Beurteilung angeboten.

Die Ergebnisse dieser vier Zirkelläufe werden jeweils mit der anobischen Methodensequenz überprüft:

 

1.Säkular?

2. Weiterführende Texte?

3. Aufhebung der Individualität des Meditierenden bzw. des Leser-Autors durch den o.g. Prozess.

 

Das Arbeitsbuch ANOBISITÄT ist eine Schriftensammlung, die textlich permanent angereichert werden kann.

Sein

01.10.2016


  1. Auf der Basis der Vortexte können wir jetzt die zurückgestellte Frage, ob der Anobisität das Sein zugesprochen werden kann, zum Abschluss bringen. Wir gingen davon aus, dass eine absolute Singularität nachweislich fehlt. Egal, in welcher Objektart sich die gesuchte Singularität befinden könnte, ist sie nach der Überlegung, dass jedem Objekt ein Chronos und ein Kairos eignet, die beide permanent in ihm zusammenarbeiten, anobisch. Sowohl in der ursprünglichen Projektion als auch jetzt waren Ausrichtung und Ansaugfähigkeit vorhanden. Sie war also stets in der Zuhandenheit. In diesen beiden anobischen Relationen kann also die absolute Singularität als solche verworfen werden. Damit ist die letzte offene Stelle des anobischen Kreises geschlossen: Eine ontologische Differenz bleibt also ausgeschlossen. Die Anobisität ist das Sein. Jetzt können wir von einer in sich geschlossenen Anobisitätsontologie sprechen.
  2. In den Vortexten konnte sicher gestellt werden, dass alle Intenta und Intentiones unter- und miteinander in einem anobischen Netzwerk verbunden werden können. In dem Text INHALT UND METHODE (Text I/49) wurde die Identität von Inhalt und Methode als eine Wesenseinheit vorgestellt. In dem divergenten pluralen Universum inklusive des zivilisatorisch – sozialen Aufbaus der menschlichen Gesellschaft wie der psychischen Ausprägungen der Gestaltenen Gestalter (Text I/02) lässt sich seine methodische Struktur lesen. Der Gestaltene Gestalter verleiht ihr nur die verbale Fassung. Mit der Anobisität als Methode, mit der Kairos – Skala, der Intentionalitätseinheit und der Immanenten Dialektik kann das divergente plurale Universum gefasst, abgebildet, und näher bestimmt werden. Einerseits kann die Anobisität als Methode sich selbst detailliert fassbar machen, andererseits kann sie sich als Inhalt selbstbestimmend darstellen; was sie seither permanent tut. Mit dem Eintritt des Gestaltenen Gestalters in die Geschichte dieser Wesenseinheit (Text I/49) schreibt dieser eigenständig an dieser Geschichte mit. Sowohl mit seiner möglichen Skepsis als mit seiner eventuellen Ablehnung bzw. Negierung der Anobisität vollzieht er selber einen anobischen Vorgang.
  3. Diese Wesenseinheit kann konsequenterweise nur das Sein selber vollziehen. Das Sein ist in seinen Seinsgestaltungen (statt Seiende) ständig anobisch (Schon wieder ein tautologischer Ausdruck!) am Werk. In dieser Wesenseinheit erzeugt das Sein die Methode und die Methode stellt das Sein dar. Oder: Die Anobisität als inhaltsfreie Methode läuft leer, als methodenfreier Inhalt ist sie frei von ausübender Macht. Sie ist in sich selber eine geschlossene Macht.
  4. Diese Wesenseinheit fehlt jedoch in den philosophischen und theologischen Angeboten vielfach. Ein kurzer Blick auf die verschiedenen und austauschbaren Methoden und Inhalten, die in Philosophie und Theologie benützt werden, sollen auf den Fehler aufmerksam machen:
    a. gleichbleibende singuläre Wegsicherheiten mit jeweils austauschbaren und entgegengesetzten Inhalten bei Cusanus, Hegel und Marx;
    b. synthesenfreies Denken und Annäherung an den Gottesbegriff bei Kierkegaard und in der Psychotherapie Erreichen des Heilungszieles;
    c. zusätzlich zur Marxschen Dialektik dual und flexibel mit Strategie und Taktik bei Lenin. (Lenins formale Übernahme von Carl von Clausewitz);
    d. Strategie und Taktik mit stark auseinander fallenden Inhalten bei C.v.Clausewitz, in der empirischen Sozialforschung und Ökonomie;
    e. Hinweis auf themen- und fächerspezifisch aufgeteilte Methoden bei Paul Tillich, der sich für eine der Theologie entsprechende Korrelationsmethode entschieden hat. Eine entsprechende Einordnung Heraklits habe ich ausgespart.
  5. In diesen und mir sonst bekannten Methodenangeboten fehlt ein in der Methode immanentes Korrektiv, das zur Sicherung der Anobisität und damit zum Bestand und zielsicheren Förderung bzw. Weiterentwicklung des Universums beiträgt. (Anmerkung: In dem flexiblen Angebot von Strategie Taktik kann die Generallinie so weit verlassen werden, dass eine Rückführung zu ihr ausgeschlossen bleiben kann (s. der Zusammenbruch des sowjetischen Imperiums). Die Anobisität zeigt die Doppeldeutigkeit des cum / mit (Text I/01), die Kairos-Skala differenziert den gegenwärtigen Standort des anobischen Vorgangs mit offenem Ausgang, die Intentionalitätseinheit zeigt den Spannungsbogen an, die Immanente Dialektik zeigt auf ein über das Bekannte hinaus Neues an. Kairos-Skala und die Immanente Dialektik warnen vor der völligen Destruktion des Gegebenen und damit der anobischen Selbsteliminierung – auch des Einzelfalls. In den Vortexten ist eine konstruktive Stossrichtung nachgewiesen worden (Text I/10). – In der Anobisität liegt ein Selbstkorrektiv verborgen. Die Wesenseinheit von Inhalt und Methode kann sich innerhalb des anobischen Netzwerkes korrigieren und damit sich selber zur Konstruktion fördern. Das Sein – also die Anobisität und damit ist der Gestaltene Gestalter involviert – -hilft sich selbst.